Aussendung Oktober 2021 – Die Internationale Klasse (IK) – Vergangenheit und Zukunft, Orient trifft Okzident – Ägyptische Studenten in Graz, Die neue Vereinsstruktur von SEKEM-Österreich, Kurznachrichten

Newsletter 56 – Oktober 2021

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Der SEKEM-Österreich Newsletter feiert sein 15-jähriges Jubiläum. Der allererste Newsletter hat sich in Hermann Beckes unerschöpflichem Archiv als Papier-Kopie erhalten – aber immerhin. Damalige Redakteur*innen: Friedl Becke und Ernst Rose. Ab dem Newsletter 05 aus dem Jahr 2007 sind alle Newsletter elektronisch auf unserer Homepage im Archiv verfügbar.

Auf der Terrasse des TRIGON-Büros, Erstes Treffen der Europäischen SEKEM-Vereine auf Initiative von SEKEM-Österreich: Ganz vorne: Dr. Ibrahim Abouleish und Dr.in Elisabeth Gergely, Mitbegründerin der Waldorfschulbewegung in Österreich und förderndes Mitglied des Sekem-Vereins. Dahinter links: Herr Tawfik, Präsident der Österreichisch-Ägyptischen Gesellschaft. Weiters die Vertreter der Fördervereine von Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich.

Die Themen dieses Newsletters:

1 Die Internationale Klasse (IK) – Vergangenheit und Zukunft

2 Orient trifft Okzident – Ägyptische Studenten in Graz

3 Die neue Vereinsstruktur von SEKEM-Österreich

Kurznachrichten

 

1 Die Internationale Klasse (IK) – Vergangenheit und Zukunft

Von Susanna und Volker Mastalier und Hermann Becke

Die IK an der Freien Waldorfschule Graz musste in diesem Sommer geschlossen werden. Eine Fülle von Erfahrungen bleibt in allen Beteiligten lebendig, und darin liegen auch schon greifbare Zukunftskeime. Zukunftsträchtig ist nur das Unvollendete, auf Erfolgen kann man sich nicht ausruhen.

Die IK wurde aus vollem Herzen gegründet, aus Begegnungen mit jungen Burschen von Afghanistan, die in dem Flüchtlingsheim der Diakonie in Deutschfeistritz von den Mitarbeitern hingebungsvoll und kompetent betreut wurden. Über ein ganzes Jahr fuhren wir zwei Mal wöchentlich dorthin und gaben Deutschunterricht nach Waldorf-Methode, also Wortschatzbildung und Grammatik in herausforderndem Spiel und mit ganzkörperlichem Ausdruck. Wir gestalteten Jahresfeste mit. Die „unbegleiteten“ minderjährigen Jugendlichen  stiegen wie Kinder auf diese Vermittlungsweise ein, offenbarten sich im Grunde unbefangen, ohne durch kulturelle Prägungen beengt zu sein. Wichtig schien ihnen und sie fragten in ihren Blicken danach, dass wir beide ein Ehepaar waren, dass wir alle zusammen eine Familie bildeten. Wir lernten auch ihre Fluchtgeschichten kennen und spürten die dramatischen Belastungen durch. Uns standen die waldorfpädagogischen Möglichkeiten vor Augen, die heilende Bildung durch lebendigen, künstlerischen und handwerklichen Unterricht. Die Einrichtung der IK an der Waldorfschule war notwendige Konsequenz.

Das Heim ist mittlerweile geschlossen, die Burschen sind erwachsen geworden, in Berufen untergekommen oder zur weiteren Flucht gezwungen in ganz Europa verteilt. Dennoch, dieser erste Halt in der Steiermark ist trotz Widerwärtigkeiten für viele die neue Heimat geblieben, zu der es sie immer wieder zurückzieht. Ausschlaggebend dafür sind die menschlichen Beziehungen, die sich zwischen ihnen und den Paten, Lehrern und Betreuern ergeben haben. Die IK hat nicht unwesentlich zu dieser Hüllenbildung beigetragen.

Im Anfangsjahr waren IK und Deutschfeistritz fast symbiotisch verbunden. Wir tauschten uns über pädagogische Fragen aus, die mit dem Werdegang unserer Schüler zusammen-hängen, fragten bei Abwesenheit nach und besuchten uns von Heim zu Schule gegen-seitig. Die Ziele der IK waren zunächst auf ein Jahr beschränkt, in dem wir unseren Schülern die Anbindung an das Berufsleben schaffen oder erleichtern wollten, dabei aber vorrangig die Entwicklung der Persönlichkeit im neuen, so viel andersartigen Kulturkreis im Auge hatten.  Die Berufstauglichkeit hängt an den Deutschkenntnissen und meist auch am Pflichtschulabschluss, vordringlich aber auch an der Lern- und Zeitdisziplin und der Fähigkeit, Vereinbarungen bewusst einzugehen und zu halten. Das forderte hohen pädagogischen Einsatz, nicht nur an individueller Betreuung und Ermunterung, sondern auch an Beheimatung in der Schule durch geregelte Mahlzeiten und Gelegenheiten, mit einheimischen Gleichaltrigen in Austausch zu kommen.

Diese „Akkulturation“ erwies sich als unerwartet hohe Hürde.  Begegnungsveranstaltungen mit Sport und Spiel hatten kaum nachhaltige soziale Wirkungen. Auch später, als
IK-Schüler epochenweise in Oberstufenklassen integriert wurden, blieben sie Außenseiter. „Sie (die heimischen Schüler) stehen in Gruppen beisammen, keiner wendet den Kopf, wenn wir in die Klasse kommen. Bei uns ist Gastfreundschaft eine Selbstverständlichkeit“, berichtete einer unserer aufgewecktesten Schüler. Anders war es, wenn praktisch zusammengearbeitet werden musste. In der Feldmess-Epoche der 10.Klasse etwa wurden Leistungen unterschiedslos sofort anerkannt und IK-Schüler sehr wertgeschätzt. Austausch mit Mädchen – die IK bestand anfangs ausschließlich aus Burschen – ergab sich da und dort am sozialen Rand, sonst war hier die kulturelle Kluft am augenscheinlichsten. Einer unserer Begabtesten und ein sozial sehr fähiger Schüler sagte in einer Fragerunde, was er sich für seine Zukunft wünsche, sinngemäß: „Ich wünsche mir die Beziehung zu einem Mädchen, dem ich die Treue schwören und mit der ich bald eine Familie gründen kann.“ Das war aus tiefstem Herzen gesprochen, aber für unser Gefühl unerträglich besitzergreifend.

In den künstlerischen und handwerklichen Unterricht stiegen unsere Schüler unvoreingenommen ein, hatten Freude daran und vertrauten uns, dass alles schon seinen Sinn hätte. Der Sprachunterricht enthielt auch Grammatikspiele und Ausdruckschulung, damit ernteten sie bei den Schulfeiern viel Anerkennung. In Gartenbau und Geländegestaltung zeigten sich viele praktische Talente. Wie in allen Klassen waren Fähigkeiten und Einsatzfreude abgestuft. Große individuelle Unterschiede zeigten sich im Durchhaltevermögen, insbesondere wenn die äußere Stütze und der Zwang fehlten.  In den wöchentlichen Konferenzen nahmen wir uns immer einzelner Schüler an und versuchten aus den Verhüllungen durch Traumata, anhaltende Verunsicherung und kulturelle Prägungen den individuellen Kern herauszuschälen.

Die Ziele, die wir uns für das erste Schuljahr gesetzt hatten, wurden weitgehend erreicht. Fast alle Schüler schafften Sprachabschlüsse, etliche begannen Lehren, einige setzten ihren Bildungsgang mit Hauptschulabschluss-Kursen fort. In den folgenden Schuljahren verstärkten sich die ablehnende Haltung der Behörden und die existenziellen Unsicherheiten. Die Jugendlichen wurden erwachsen, drängten nach Arbeit und beruflicher Entfaltung, wovon gerade die Asylwerber, der Großteil unserer Schüler, ausgeschlossen wurden. Die Schule als sozialer Zusammenhalt gab weiterhin Beheimatung, trotz oft düsterer Zukunftshorizonte. Nicht wenige unserer Schüler mussten zum zweiten Mal fliehen – diesmal innerhalb Europas.

Was zeichnet sich für die Zukunft ab?  Feste Patenschaften sind entstanden, enge und lose Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern bestehen weiter. Wir werden sie durch Veranstaltungen beleben, Schwimmkurse, Verkehrserziehung- und Radfahrkurse etwa sind angedacht. Die Waldorfschulen stehen Migrantenkindern offen, ein Bruderpaar eines unserer Ehemaligen hat bereits in der Waldorfschule Karl Schubert Graz Aufnahme gefunden. Bestrebungen laufen, einen biologisch-dynamischen Bauernhof aufzubauen, möglichst im Schulzusammenhang, und mit Ausbildung zum biologisch-dynamischen Facharbeiter. Einige Schüler der IK haben im Gartenbau gezeigt, dass sie für solche verantwortungsvolle Arbeit an der Erde berufen wären. Eine internationale Dorfgemeinschaft könnte sich daraus entwickeln. SEKEM Österreich war Mitinitiator und finanzielle Plattform der IK und treibt auch diese Folgeprojekte voran.

Konkret:

1) Es ist gelungen, Quais, Absolvent der Internationalen Klasse 2020/21, als “Gartenhelfer und Kulturvermittler” in der Freie Waldorfschule Graz anzustellen. DREIFACHER VORTEIL: Quais hat eine bezahlte Stelle – die Gartenbaulehrerinnen werden in der praktischen Arbeit unterstützt – Quais und die österreichischen SchülerInnen (er)leben ganz praktisch Integration!! Zitat der Lehrerin zu den aktuellen Fotos: ” Qais übernahm die kräftemäßig schwerste Arbeit und schaufelte die Erde als Zwischenschicht dazu. Die Schüler*innen der 6. Klassen gaben Gras, Laub, Asche und Urgesteinsmehl dazu. Alle waren mit viel Ausdauer bei der Sache. Manchmal fragte er kurz: “Mehr Erde?”. Doch die meiste Zeit hörte er den Kindern einfach zu und versuchte sie zu verstehen. Wir haben am Donnerstag viel gemeinsam geschafft.”

2) In diesem Schuljahr besuchen die jüngeren Brüder des IK-Absolventen Hamid erfolgreich die 4. und 8.Klasse der Waldorfschule Karl Schubert Graz

Beide Projekte – Gehaltskosten und Schulgeld – werden durch Sekem Oesterreich (mit)finanziert. Wir bitten also weiterhin dringend um Spenden unseres Umkreises für unser flüchtlingspädagogisches Engagement – entweder sofort online hier: https://altruja.de/spende-sekem-oesterreich/spende oder auf das

Spendenkonto des Vereins:
Bank für Kärnten und Steiermark,
IBAN: AT17 1700 0001 8100 0341,
BIC: BFKKAT2K

Seit kurzem haben wir noch eine weitere Spendenmöglichkeit geschaffen: Sie können sowohl mit Kreditkarte als auch mit Direkt-Abbuchung von Ihrem Konto via Bankomat-Karte sofort online spenden.

Klicken Sie bitte dazu hier:

Internationale Klasse – SEKEM Oesterreich

 

2. Orient trifft Okzident – Ägyptische Studenten in Graz

von Leandra Wagner, Mariella Rose und Lothar Fickert

Seit einigen Jahren gibt es für Studenten der Heliopolis University die Möglichkeit, an der TU Graz ein Sommerpraktikum zu absolvieren. Während ihrem zweimonatigen Aufenthalt hatten Ahmed Wagih und Marwan Amr, beides Studenten der Faculty of Engineering, nicht nur fleißig gelernt, sondern auch viel Zeit in der Natur verbracht.

Gleich nach Beendigung ihrer Quarantäne wurden Ahmed und Marwan von Lothar Fickert in Empfang genommen. Am 21. August „bezwangen“ sie gemeinsam den Schöckl, wo sie dem ein oder anderen österreichischen Brauch kennenlernten. Bald darauf konnte Marwan seine ausgezeichneten Automobilkenntnisse ausleben, als er spontan einen geplatzten Kühlerschlauch reparierte und der Gruppe damit ein weiteres Vorankommen sicherte. An einem anderen Tag begaben sie sich auf den Hochobir, was besonders für Ahmed ein freudiges Ereignis war. Er fand es toll, dass die Menschen am Berg endlich einmal Deutsch mit ihm sprachen, und nicht ständig ins Englisch umschwenkten.

An einem späteren Wochenende trafen sich Leandra und Mariella mit Ahmed und entführten ihn in die Lurgrotte. Die erste Höhlenerfahrung des jungen Ägypters wurde durch eine Musikeinlage im Dom unvergesslich, zum Abschluss wurde dann noch herzhaft die österreichische Küche beim Sandwirt verkostet. Eine Woche später lernten Ahmed und Marwan die Grazer Studentenszene besser kennen, als Mariella sie in die Silentdisco im Stadtpark mitnahm. Dort trafen sie zufällig auf bekannte Gesichter – zusammen mit einigen internationalen Studienkollegen tanzten sie vergnügt bis ans Ende der Nacht.

Den krönenden Abschluss machte der traditionelle Rathaus-Besuch. Dort wurde zusammen mit Ernst Rose und Hermann Becke der Aufenthalt der beiden Studenten mit der Stellvertreterin des Bürgermeisters besprochen, es wurden Erfahrungen ausgetauscht und schließlich zusammen im Restaurant Don Camillo diniert.

Alles in allem haben die beiden Ägypter viele verschiedene Seiten von Österreich kennengelernt und freuen sich darauf, vielleicht eines Tages für ihr Masterstudium wiederkehren zu können.

 

3. Die neue Vereinsstruktur von SEKEM-Österreich

Von Andrea Cramer

Mit der Generalversammlung von SEKEM-Österreich am 16. März 2021 und der Wahl des neuen Vereinsvorstandes endete die Ära unseres langjährigen Obmanns Hermann BECKE. Schon in der letzten Visionsklausur war schnell klar geworden, dass die Vielfalt der Aufgaben, die der bisherige Obmann stemmte, unmöglich von einem neuen Vorstand übernommen werden konnten. Es war daher dringend nötig, sich zu einer Vereinsstruktur mit einer neuen Zuständigkeitsverteilung Gedanken zu machen.

Es folgten zahlreiche Sitzungen der ins Leben gerufenen Steuerungsgruppe, die – professionell begleitet durch Hannes und Clemens PIBER – über das tägliche Arbeitspensum Hermann Beckes, das nun zutage trat, nicht schlecht staunte! Ergebnis war ein sogenannter „Rückschnitt“, der neben einer Neuordnung der Vereinsaufgaben vor allem die Anzahl der Vorstandsmitglieder betraf. Zu diesem Zweck sah eine Neufassung der Statuten insbesondere eine Reduktion des Vorstands von bisher sechs auf nun vier Vorstandsmitglieder vor. Zugleich wurde jedoch die Anzahl der möglichen Beiratsmitglieder von zwölf auf maximal 24 angehoben.

Ziel war es, den verkleinerten Vorstand vom operativen Geschäft so weit wie möglich zu entlasten oder durch ein Team zu unterstützen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der unten stehenden Übersicht können Sie jene Aufgabencluster entnehmen, die es zu bewältigen gilt und die Vorstandsmitglieder, die jeweils als Ansprechpartner*innen zur Verfügung stehen. Dabei legen wir Wert darauf, dass es sich keinesfalls um eine hierarchische Gliederung handelt. Jedem Cluster ist ein Team zugeordnet. Der Zugang zu den Teams steht allen Beirats- und Vereinsmitgliedern zur Mitarbeit offen. Aber auch Menschen außerhalb von SEKEM-Österreich sind herzlich eingeladen, sich einzubringen. Interessenten, die uns unterstützen können, mögen sich gerne unter sekemoesterreich@gmx.at melden.

Zurzeit befinden wir uns nach wie vor in einer Übergangsphase, in der uns Hermann Becke im Hintergrund mit Rat und vor allem auch noch mit Tat nach wie vor kräftig unter die Arme greift. Es wird eine Zeit lang dauern, bis die neue Struktur den Kinderschuhen entwachsen ist und sie ohne Hermanns Hilfe alleine „laufen“ kann.

 

KURZNACHRICHTEN – SHORTCUTS

                                                                                                                                                                                            

A FRIENDLY REMINDER – Mitgliedsbeitrag bezahlt?

Im Auftrag unserer lieben Kassiererin Gerhild Henögl stupsen wir hiermit diejenigen, die vielleicht vergessen haben, Ihren Mitgliedsbeitrag zu bezahlen. Wir sind auf Ihre Zahlungen angewiesen.

Bitte vergessen Sie uns nicht!

Hier nochmals die Kontonummer

Bank für Kärnten und Steiermark,
IBAN: AT17 1700 0001 8100 0341,
BIC: BFKKAT2K

Schon im Vorhinein ein großes DANKE!

                                                                                                                                                                                            

ORIENT-OKZIDENT-EXPRESS-SEKEM

Vor 15 Jahren gründete Ernst Rose innerhalb der Freien Waldorfschule Graz den Buch- und Spezereiladen OASE (https://www.oase-buch-spezerei.com/), in dessen Mittelpunkt immer die SEKEM-Idee stand. Die FWSG schreibt: “Die OASE ist Schulbuchhandlung, Kaffeehaus, sozialer Treffpunkt und dient außerdem als Übungsplatz für den Wirtschafts-Projektunterricht, bei dem die Schüler*innen praktische Arbeiten aus dem Wirtschaftsleben wie Kundenkontakt, Rechnungen Schreiben oder Lagerhaltung kennenlernen. Mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Schullebens und auch Ausdruck unserer Lebens- und Lernauffassung: Wissen kombiniert mit Lebensfreude und -genuss und bereichert durch das Miteinander.”

Nun gibt es seit kurzem ein spektakuläres Lastenrad mit dem Titel “ORIENT-OKZIDENT-EXPRESS-SEKEM“.

Wer sich für die OASE interessiert, kann sich unter http://waldorf-graz.at/schule/die-oase-unsere-schulfirma/ näher informieren. Und sozusagen als “Teaser” hier zwei Fotos:

                                                                                                                                                                                            

Heliopolis University for Sustainable Development (HU), Aufregende Gegenwart vielversprechende Zukunft

Am 14. September 2021 fand zum Thema “Ein neuer Campus entsteht – Weiterentwicklung der Heliopolis Universität für nachhaltige Entwicklung” ein online-Seminar der deutschen SEKEM-Freunde statt.

2012 gründete Ibrahim Abouleish die Heliopolis University for Sustainable Development (HU) unter dem Dach der SEKEM-Initiative. Die HU hat es sich zum Ziel gesetzt, soziale UnternehmerInnen zu fördern, die sich den Herausforderungen von morgen durch Innovation, Zusammenarbeit, Unternehmertum und Technologie stellen und meistern können.

Die HU betreibt derzeit fünf Fakultäten

Für die nächste Ausbaustufe wurden dem Ministerium für Hochschulbildung acht weitere Fakultäten zur Genehmigung vorgeschlagen. Der Vorschlag für einen neuen Campus geht Hand in Hand mit der Strategie der Regierung, vielfältige Möglichkeiten der Hochschulbildung in Ägypten zu fördern.

Helmy Abouleish berichtete in diesem Seminar alles Wissenswerte über diesen aufregenden neuen Schritt.

                                                                                                                                                                                            

Der Styrrion als Quartierswährung in Eggenlend und in der my SmartCityGraz !

Unser Beiratsmitglied Rudi Neuwirth machte uns auf folgende Initiative aufmerksam.

Im Westen von Graz um den Science Tower entsteht ein neuer Stadtteil mit etwa 3000 Bewohner/innen – die Smart City Graz. Damit ein neuer Stadtteil ein vielfältiges Leben bekommt und die Lebensqualität verbessert wird, ist ein nachhaltiges Entwicklungskonzept notwendig. Die SMASH Initiative hat dieses Konzept mit folgenden Schwerpunkten entwickelt:

  • vorhandene Ressourcen teilen
  • solidarisch handeln und tauschen
  • lokale Kreisläufe stärken
  • Sozialen Prozesse fördern
  • die Nahversorgung aktivieren.

In diesem Konzept kann sich der Styrrion als Quartierwährung hervorragend einbringen und damit tragende Quartierstrukturen unterstützen und die lokalen Wirtschaftskreisläufe stärken. Der Styrrion fördert seit über 15 Jahren als regionales Zahlungsmittel lokale Kreisläufe in der Steiermark. Das ist ökologisch sinnvoll und bringt Menschen und Betriebe näher zusammen.
Anlässlich einer Auftaktveranstaltung unter dem Titel „Der Styrrion als Quartierswährung in der my SmartCityGraz“ wird man nähere Informationen zu folgenden Themen erhalten.

Wie funktioniert der Styrrion? Wie kann man sich beteiligen und wie verwendet man den Styrrion im Alltag? Wer steckt dahinter und wer profitiert noch davon? Welche Vorteile hat der Styrrion als Quartierswährung für die lokalen Unternehmen, welche Erfahrungen gibt es bereits?

                                                                                                                                                                                            

Neue Streicherbögen für das SEKEM-Schulorchester

10 violin bows and one viola bow for the SEKEM school orchestra! Thanks to the sponsors who made the purchase possible – Helmy took over the bows in Graz in his grandparents’ garden today – tomorrow they will be in SEKEM! Alles Gute und viel Freude dem Schulorchester – all the best for the orchestra!!

                                                                                                                                                                                            

Sinn-Bildung durch Welt-Begegnung

Im August ist zu diesem Thema der Tagungsband erschienen – wir freuen uns, dass darin Heidrun Trenkler und Hermann Becke zum Thema PLURALITÄT mit einem Beitrag über die Internationale Klasse vertreten sind. Die Publikation ist ab sofort im Buchhandel bzw. direkt beim LIT-Verlag erhältlich: https://www.lit-verlag.de/isbn/978-3-643-51075-4?c=8214… DANKE an das Zentrum für Kultur und Pädagogik, das das Erscheinen des Bandes unermüdlich betrieben hat! Wer wissen will, wie es nach 5 erfolgreichen Jahren mit den flüchtlingspädagogischen Projekten von SEKEM-Österreich weitergeht, der kann dies hier nachlesen: https://austria.sekem.com/…/fuenf-jahre-internationale…/

                                                                                                                                                                                            

Lebensretter Landwirtschaft – Gesunde Böden als Lebensraum für Artenschutz zurückbringen

Am 15. September sprach Helmy Abouleish auf Einladung der deutschen SEKEM Freunde zum Thema “Lebensretter Landwirtschaft – Gesunde Böden als Lebensraum für Artenschutz zurückbringen” im Rahmen der @livingsoiljourney. Es ging darum Möglichkeiten aufzudecken, Biodiversität und Natürlichkeit auf die Felder zurückzubringen.

Mit dabei waren außerdem: Ursula Arztmann (Regenerative Agroforstsysteme), Ludwig Riedesel (biodivers), Imke Hutter (INOQ), Alexandra Werdes (Heckenretter), Jörg Quast (Obstbauer), Christian Kemnade (Deutsche Wildtier Stiftung).

Der Herbst kann kommen!

Euer/Ihr Redaktionsteam von SEKEM-Österreich