Internationale Klasse – So geht Schule in der Pandemie

Birgit Schmerfeld – eine der beiden Klassenlehrerinnen der Internationalen Klasse – hat uns diesen  Bericht zur Verfügung gestellt – danke, so haben wir und vor allem unsere bisherigen Förderinnen und Förderer ein aktuelles Bild, wie es  in dieser schwierigen Zeit geht:

„Seit Mitte Februar sind wir mit der Internationalen Klasse wieder im Präsenzunterricht. Natürlich sind die Schüler froh, bringt doch die Schule ein bisschen Abwechslung und auch ein Gerüst in ihren eher monotonen Alltag. Zumindest gewinnen die Tage, die sonst unterschiedslos ineinanderfließen, dadurch wieder etwas an Kontur: Ah, heute ist ja Eurythmie. Haben wir morgen Geometrie? Ja, und Mittwoch ist Musik.

Wir unterrichten die Klasse in zwei Gruppen, die im Wechsel in die Schule kommen – ein Erfordernis der Coronaverordnungen. Das hat den Vorteil, dass wir noch mehr auf die Bedürfnisse der einzelnen eingehen können, da die Anzahl der Schüler pro Gruppe überschaubar ist. Der neue Schulalltag ist allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig und alle sehnen sich nach der guten alten Vor-Corona-Zeit zurück. Hat man früher wirklich stundenlang mit über 20 Schülern dicht an dicht in einem Raum gesessen, ohne darüber nachzudenken, ob man mal wieder lüften müsste? Und zur Begrüßung und zur Verabschiedung hat man sich auch noch die Hand gegeben! Fast stockt einem der Atem bei dem Gedanken. Statt der Hand werden jetzt zweimal die Woche morgens die Schnelltests durchs geöffnete Fenster gereicht.

In die Klasse dürfen die Schüler nur mit einem negativen Ergebnis. Dann ist die Freude groß. Leider gab es auch positive Tests. Den betreffenden Schüler müssen wir nach Hause schicken, wo er auf die Bestätigung durch den PCR-Test warten muss. Gottseidank haben sich bisher alle positiven Ergebnisse als falsch herausgestellt. Ein bisschen fürchten wir uns jetzt schon vor den Testtagen, denn natürlich möchten wir keinen Schüler umsonst in die Quarantäne schicken, aus der er sich erst nach mehreren Tagen heraustesten kann.

Die Masken, die den lieben langen Tag getragen werden müssen, sind für eine spontane Kommunikation nicht gerade förderlich. Besonders im Sprachunterricht ist man auf eine besonders deutliche Aussprache angewiesen. Die Masken dagegen schlucken die Laute sehr effizient und die Mimik, die bei Vokabelerklärungen sehr hilfreich ist, geht vollkommen verloren.

Trotz allem machen wir weiter, meist mit weit aufgerissenen Fenstern, so dass die kalte Frühlingsluft munter zirkulieren kann. In den Pausen sind wir draußen – der Temperaturunterschied zu drinnen ist eh vernachlässigbar – und erfreuen uns an unseren maskenlosen Gesichtern. Endlich mal wieder richtig durchatmen und endlich mal wieder normal miteinander reden!“

Die wirtschaftlichen Sorgen gehen weiter! Dank so mancher Spenden – allen sei ein sehr herzlicher Dank gesagt, vor allem auch für die Daueraufträge! – können wir derzeit den Betrieb noch mit Mühe weiter finanzieren. Allerdings haben wir noch nicht genügend Mittel, um die Kosten bis zum Ende des Schuljahres zu sichern. Die Schuljahreskosten laufen ja noch vier Monate – bis Ende August – weiter! Daher möge dieser Bericht zu weiteren Spenden anregen:

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Spendenkonto des Vereins: Bank für Kärnten und Steiermark,
IBAN: AT17 1700 0001 8100 0341, BIC: BFKKAT2K

Seit kurzem haben wir noch eine weitere Spendenmöglichkeit geschaffen: Sie können sowohl mit Kreditkarte als auch mit Direkt-Abbuchung von Ihrem Konto via Bankomat-Karte sofort online spenden – verwenden Sie bitte dafür diesen Link – DANKE!!

April 2021