Aussendung Dezember 2020 – Zur Publikation “Solidarität jetzt – für welche Welt?”, Europäische Solidarität beim Sammeln von Spenden, Solidarität bei der Unterstützung der Internationalen Klasse, Neuausrichtung der Vereinsarbeit

Newsletter Nr. 53
Dezember 2020
PDF Download

Diese eben erschienene Publikation  und ihre Beiträge seien als Motto vorangestellt!

Die Themen dieses Newsletters:

Zur Publikation „Solidarität jetzt – für welche Welt?“

Auflage von 26.000 Stück bei der Tageszeitung „Die Presse“ – wie kam es dazu und wie kommen Interessierte zum Text?

Europäische Solidarität beim Sammeln von Spenden

Fundraisingvorhaben von SEKEM gemeinsam mit den europäischen SEKEM-Vereinen

Solidarität bei der Unterstützung der Internationalen Klasse

Wie ging es bisher? – Distance-Learning  – Finanzsituation 

Neuausrichtung der Vereinsarbeit

Ergebnisse der Visionsklausur und wie soll es weitergehen

Publikation „Solidarität jetzt – für welche Welt?“:

Sekem-Österreich freut sich sehr, dass die 48 Seiten umfassende Publikation in einer Auflage von 26.000 Stück als Beilage in der Wochenendausgabe der Zeitung Die Presse am 28.November 2020 erscheinen konnte – ein ganz großer Dank ergeht an alle, die bei diesem großen Projekt zusammenarbeiteten, insbesondere an Stefan Gergely, den entscheidenden Impulsgeber und Ermöglicher des großen Vorhabens! Das schon vor über einem Jahr gewählte und nun durch die Corona-Pandemie besonders aktuell gewordene Thema  „Solidarität jetzt – für welche Welt?“ sollte ursprünglich ein Dialog-Symposium im Wiener Haus der Industrie als Gedenken an Elisabeth Gergely zu ihrem 100. Geburtstag werden – in Erinnerung an die von ihr  initiierte Gesprächsreihe Wiener Dialoge. Das Vorhaben eines Symposiums wurde durch den Lockdown zunichte gemacht. Stattdessen legte nun das Organisationskomitee (Stefan Gergely, Raoul Kneucker, Tobias Richter und Hermann Becke) die Inhalte des geplanten Symposiums  als Publikation vor und bat SEKEM-Österreich, die Herausgeberfunktion zu übernehmen. Die Publikation umfasst sieben Beiträge, die das Thema aus ganz verschiedenen Gesichtspunkten beleuchten sowie eine Würdigung von Elisabeth Gergely, die ja auch eine Mitinitiatorin der Gründung von SEKEM-Österreich im Jahre 2004 war und die vor 10 Jahren in SEKEM starb. Es gibt natürlich in der Publikation auch einen Beitrag von SEKEM. Helmy Abouleish berichtet gemeinsam mit Christine Arlt über: Wirtschaft der Liebe – Das SEKEM-Modell als Vorbild der ganzheitlichen Entwicklung für die Zukunft

Für all jene, die die Publikation nicht als Beilage der Zeitung Die Presse vom 28. November 2020 erhalten haben, steht der vollständige Text der Broschüre als PDF auf unserer Homepage zur Verfügung. Wer keinen Internetzugang hat und eine Papierversion haben möchte, der möge uns dies mitteilen. Gegen eine Spende als Porto- und Unkostenbeitrag schicken wir gerne ein Exemplar per Post zu.

 

Europäische Solidarität beim Sammeln von Spenden:

Um Solidarität geht es auch beim zweiten wichtigen Berichtspunkt!

SEKEM hat zusammen mit den SEKEM-Freunden in Deutschland, in den Niederlanden und in Österreich Fundraising-Projekte gestartet, um die Aktivitäten und  Kräfte zu bündeln, die die Verwirklichung der SEKEM-Vision 2057 unterstützen und fördern wollen. Dazu wurden drei internationale Arbeitsgruppen gebildet – in allen drei ist auch SEKEM-Österreich durch je eine/n Vertreter/in repräsentiert. Die Arbeitsgruppen haben an den Projekten intensiv gearbeitet und geben einen ersten Zwischenbericht :

Large donation partnerships (Großspenden):

Sekem und die Heliopolis-Universität luden  gemeinnützige Einrichtungen und vermögende Privatpersonen ein, mit Sekem zusammenzuarbeiten und wichtige „Impact-Projekte“ mit mehrjährigen Zuschüssen zu unterstützen. Diese Partnerschaften ermöglichen es, in Großprojekte zu investieren, die eine höhere Finanzierung erfordern. Wir haben informative Broschüren entwickelt, um potenziellen Partnern die Chancen, den Bedarf und unsere Möglichkeiten zu vermitteln. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, uns über Partners@sekem.com zu kontaktieren und sehen Sie sich bitte unbedingt dieses 8-Minuten-Video von John D.Liu an.„

Inheritances, legacies (Erbschaftsspenden):

Die Rechtslage ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich – wir informieren hier über die österreichischen Möglichkeiten:

„Menschen, denen Projekte am Herzen liegen, können nicht nur zu Lebzeiten spenden, sondern Spenden auch in einem Testament vorsehen, um Sekem und unsere österreichischen Projekte in Form eines Vermächtnisses zu bedenken.Vermächtnisse sind eine langfristige und nachhaltige Form des Spendens und stellen oft den Keim für außergewöhnliche Projekte dar. Testamentsspender bleiben darüber hinaus meist stärker in Erinnerung. Ohne Testament gilt in Österreich die gesetzliche Erbfolge, ohne nahe Angehörige und ohne Testament geht das Vermögen an den Staat. Mit einem Testament können Projekte, die einem wichtig sind, auch nach dem Tod aus dem Nachlass unterstützt werden. Wie soll nun im Nachlass gleichzeitig für die eigene Familie gesorgt werden? Wie erstelle ich ein rechtsgültiges Testament? Wie sieht die gesetzliche Erbfolge und das Pflichtteilsrecht nach dem Erbrechtsänderungsgesetz 2015 aus? All diese Fragen tauchen natürlich bei Erbschaftsspenden auf.

Der Fundraising Verband Austria hat die Initiative Vergissmeinnicht ins Leben gerufen, die es sich zum Ziel setzt, in Kooperation mit der Österreichischen Notariatskammer neutrale Informationen rund ums Thema Vererben anzubieten. Dort können Erbrechtsratgeber heruntergeladen oder bestellt werden, dort steht ein Testamentsrechner zur Verfügung, bei dem die eigene familiäre Situation eingegeben werden kann, dort gibt es umfassende Informationen zum Thema Erbrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung und dort kann an Vorträgen online teilgenommen werden bzw. es stehen Videos von Notarinterviews zum Thema „gemeinnütziges Testament“ zum Anschauen bereit.“

Wer zu diesem Thema zusätzliche individuelle Informationen wünscht, der wende sich an sekemoesterreich@gmx.at. Wir stehen sehr gerne für persönliche Beratungen und für vertrauliche Gespräche zur Verfügung.

Small donations (Direktspenden über die Homepage):

Ein wichtiges – und in der technischen Umsetzung sehr arbeitsintensives – Vorhaben war und  ist es, auf den Homepages von SEKEM und der europäischen SEKEM-Vereine einen sogenannten „Spenden-Button“ zu installieren, von dem aus man direkt online spenden kann. Die Vorarbeiten dafür wurden primär von den deutschen SEKEM-Freunden geleistet (danke!!) und nun gibt es bereits ein  konkretes Projekt, für das ab sofort weltweit online gespendet werden kann – siehe:  Integrative Gesundheit für alle des Medical-Center SEKEM. Dazu gibt es auch ein aktuelles Video aus dem Alltag des Medical Center. Bitte unbedingt anschauen – und unterstützen Sie bitte das Medical Center von SEKEM nach besten Kräften – DANKE!

SEKEM-Österreich hat sich als einziger europäischer SEKEM-Verein seit der Gründung die Aufgabe gestellt, nicht nur den SEKEM-Impuls in Ägypten zu unterstützen, sondern zusätzlich auch jene Initiativen in Österreich, die aus dem Sekem-Impuls entstehen oder ihn in ihrer Arbeit pflegen – dazu gehören insbesondere Aktivitäten der Entwicklungshilfe und der Flüchtlingspädagogik (siehe: § 2 unserer Vereinsstatuten). Sobald der  oben erwähnte „Spenden-Button“ auch auf unserer Homepage installiert sein wird, soll es daher möglich sein, auf diesem Wege online nicht nur für SEKEM, sondern auch für unsere Internationale Klasse zu spenden, ebenso für das Österreich-Stipendium für die Heliopolis-Universität, das wir seit 2013/14 alljährlich aus Ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden für bedürftige Studierende der Heliopolis-Universität finanzieren.

 

Solidarität bei der Unterstützung der Internationalen Klasse:

Im Schuljahr 2020/21 besuchen die Internationale Klasse 24 Burschen aus Afghanistan, Bangladesch, Pakistan, Irak und Somalia sowie ein Mädchen aus dem Iran. Über den Unterrichtsverlauf bis zu den Herbstferien gibt es auf unserer Homepage sehr informative Berichte von zwei Lehrerinnen.

Nach den Herbstferien konnte Corona-bedingt die Internationale Klasse nicht mehr in die Schule kommen. Wie geht es da mit dem Distance Learning?? „Das Arbeiten mit einer Lernplattform ist für unsere Schüler*innen völliges Neuland, die digitale Ausstattung, die den Schüler*innen zur Verfügung steht, ist rudimentär und die individuelle Betreuung kaum mehr möglich. Rhythmus und persönliche Ansprache fehlten nun völlig. Die meisten Schüler*innen können nur über ihr Mobiltelefon auf die Lernplattform zugreifen, die Internetverbindung ist oft schlecht und der eigene Arbeitsplatz sowie die Unterstützung zuhause sind nicht vorhanden. Wir versuchen nun das Beste aus der Situation zu machen: Zusätzliche Informationen über Whatsapp, Sprachnachrichten, Videonachrichten und das gemeinsame Lesen ersetzen nun den persönlichen Kontakt.“ Lesen Sie unbedingt diesen eindringlichen Bericht einer Klassenlehrerin auf unserer Homepage! Zusätzlich gibt es erstmals auf unserer Homepage eine übersichtliche Zusammenfassung, wie es zur Gründung der Internationalen Klasse kam, wie sie sich entwickelt hat und wie es heute um sie steht. Diese Zusammenfassung  ist auch eine gute Unterlage, um Ihr Umfeld über das Projekt zu informieren und um Spenden zu werben! Wir brauchen dringend Ihre Solidarität und Hilfe, um unseren Förderumkreis zu erweitern. Denn unsere größte Sorge ist weiterhin die Finanzierung! Es geht uns so wie derzeit  vielen gemeinnützigen Einrichtungen:

Das Spendenvolumen ist – wohl Corona-bedingt – gegenüber dem Vorjahr um über ein Drittel gesunken! Mit den bisher eingelangten Spenden glauben wir, den Betrieb der Internationalen Klasse zumindest einmal bis zum Ende des 1.Semesters finanziell gesichert zu haben – danke allen Spenderinnen und Spendern!!

Wir sind weiterhin auf jede Unterstützung angewiesen, die Ihnen möglich ist – das können einmalige Spenden, befristete – auch kleine – Daueraufträge für 12 Monate (das gibt uns Planungssicherheit), die finanzielle Patenschaft für eine/n Schüler/in oder die gezielte Übernahme von bestimmten Sachkosten sein. Wir bitten sehr um Ihre Hilfe, um die Weiterführung der Internationalen Klasse zu sichern – DANKE!! Sie wissen – alle Spenden können steuerlich abgesetzt werden – hier das Konto:

Bank für Kärnten und Steiermark, IBAN: AT17 1700 0001 8100 0341, BIC: BFKKAT2K

 

Neuausrichtung der Vereinsarbeit:

Wie angekündigt, hielten wir unter dem Titel “Mit der Kraft der Zukunft gestalten” Anfang Oktober 2020 ein zweitägiges moderiertes Visionstreffen über die zukünftige  Ausrichtung der Vereinsarbeit ab. Es war ein überaus ambitioniertes Treffen von Vorstand, Beirat und  Vereinsmitgliedern aus allen Generationen – und es wurden  spannende Zukunftsvorhaben entwickelt. Eine vierköpfige Steuergruppe aus Vorstand und Beirat sichtet derzeit diese Vorschläge und prüft, wie diese mit den bisherigen Vereinsaktivitäten zu koordinieren sind. Gleichzeitig wird erarbeitet, welche Menschen sich für die neuen und alten Aufgaben zur Verfügung stellen. Wir werden dann im März 2021 – so Corona es zulässt! – in unserer nächsten öffentlichen Generalversammlung konkrete inhaltliche und personelle Vorschläge vorlegen und die 2021 anstehenden Neuwahl des Vorstands durchführen. Nähere Informationen kommen rechtzeitig!

Mit diesem optimistischen Bild unserer Visionsgruppe wünschen Vorstand und Beirat Ihnen eine friedvolle und vor allem gesunde Advent- und Weihnachtszeit sowie ein positives Jahr 2021, in dem wir weiter auf Ihr Interesse und auf Ihre Hilfe hoffen!